Exotische Ansichten
Lassen Sie sich von uns in die exotische Welt tierischer Fachkräfte entführen.
Was wir von HECTAS täglich leisten, hat sich auch in der Evolution bewährt: Tierische Reinigungs- und Sicherheitsprofis erbringen tolle Leistungen – für
Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Kunden.
Im aktuellen Blickwinkel stellen wir Ihnen jeweils eine besondere Tierart und deren Verhaltensweisen vor. Diese und weitere Storys finden Sie hier noch einmal zum Nachlesen.
Putzerfische und Co. – clevere Experten für Tiefenreinigung
Große Fische genießen den integrierten Service von Waschanlage und Wellness-Tempel
In der Unterwasserwelt praktizieren fleißige Putzerfische die raffinierte Tiefenreinigung: In am Riff etablierten Putzstationen bieten sie Tieren wie Mantas, Hammerhaien oder Adlerrochen – nicht selbstlos,sondern vielmehr zur Nahrungsbeschaffung – eine wohltuende Ganzkörperreinigung an. Die Leistung der weltweit über 40 Arten ist so überzeugend, dass selbst Raubfische wie Muränen unter ihren Flossen zu Wachs werden und sich nur allzu gern von abgestorbenen Hautzellen, Pilzen und Parasiten befreien lassen. Nicht selten bilden sich an den Stationen regelrechte Schlangen, an denen die sonst so räuberischen Kundenfische geduldig auf ihr Wellness-Peeling warten
– drängelnde Ausnahmen gibt es allerdings auch im Tierreich.
Die Kundenkommunikation zwischen Putzerfisch und Klientel funktioniert in einem wahrlich „putzigen“ Dialog: Eine duldende Haltung des Kunden – beim Masken-Nasendoktorfisch leuchten sogar die sonst braunen Streifen blau auf, damit Parasiten besser sichtbar werden – signalisiert dem Dienstleister: „Bereit zur Reinigung!“ Dieser identifiziert sich tänzelnd und bedeutet dem Kunden so, stillzuhalten und ihn nicht zu fressen. Aus gutem Grund: Bei der Reinigung arbeiten die kleinen Putzer sogar unbehelligt in Maul und Kiemenhöhle.
Auch auf den tierischen Märkten gibt es Nischen – im wahrsten Sinne: Der Nomaden-Putzerlippfisch beispielsweise zieht als mobile Waschanlage umher und säubert Riffbarsche, die ihre kleinen Reviere aufgrund von übergriffigen Nachbarn nicht verlassen und für eine Putzaktion anreisen können.
Auch raffinierte Räuber profitieren vom lukrativen Geschäft, indem sie sich in Aussehen und Verhalten als Putzerfischchen tarnen. Wenn sich die Stammkundschaft also genüsslich auf den tierischen Wartungsservice in vermeintlicher Berufskleidung freut, stellt sie erschrocken fest, dass statt der süßen Helferlein ein gemeiner Säbelzahnschleimfisch zugebissen hat – um dabei nicht Parasiten, sondern ganze Fleischstücke zu erbeuten.
Von Butlern und Zofen
Neben den Putzerlippfischen sorgt auch die Spezies der Schiffshalter für Ordnung. Als Butler und Zofe in Personalunion begleitet er Haie, Mantas, Rochen und auch Schildkröten, indem er sich per Saugscheibe an ihre Unterseite anheftet. Im Schlepptau macht er sich dann nützlich und vertilgt neben Parasiten auch Essensreste oder Nachgeburten.
Auch die Gattung der Lotsenfische sorgt sich um die Sauberkeit ihrer Auftraggeber, hat sich allerdings nicht angedockt, sondern agiert je nach Kunde individuell: Bei räuberischen Arten schwimmen Lotsenfische meist auf Höhe der Rücken- oder Bauchflossen mit, bei Mantas halten sie sich vorm Maul auf, in das sie bei Gefahr flüchten.
Als schwimmendes Putzkommando betätigen sich noch ganz andere Seetiere: Putzergarnelen eignen sich nicht nur für die Hautpflege, sondern zudem auch noch als mobile Zahnstocher. Die eigentümlichen Zwitterwesen leben in Höhlen, Korallen und Spalten. Sie verlassen erst dann ihr sicheres Heim, wenn die Fische ihre Putzwilligkeit gezeigt haben, dann steigen sie in Gruppen auf den Fisch hinüber. Bei großen Muränen oder Zackenbarschen krabbeln sie auch ins offene Maul, um dort Nahrungsreste zu vertilgen. Die auffälligen Farben der Putzergarnelen geben sie gegenüber den Fischen, die sich säubern lassen wollen, als Reinigungskolonne mit Narrenfreiheit zu erkennen – auch auffällige Bewegungen animieren zum Pas de deux der Hygiene: Während des Putzens wedelt sie mit ihren Antennen und wiegt den Körper vor und zurück. Es gibt auch Garnelen, die Muscheln oder Seewalzen putzen und sogar eine Art, die paarweise auf der freischwimmenden Nacktschnecke namens "Spanische Tänzerin" lebt.
Um die unzähligen Mikroorganismen auf ihrer Haut loszuwerden, wenden „selbstreinigende“ Meeresbewohner noch eine andere clevere Taktik an: Fische springen in die Luft und prallen auf der Wasseroberfläche auf, um die Schmarotzer wegzuschleudern und abzustreifen. Auch Delfine lieben diese reinigenden Luftsprünge, brauchen die Hautpflege aber nicht – denn ihre Haut bleibt unter Wasser immer sauber. Wissenschaftler fanden auf der obersten Schicht der Delfinhaut eine gelartige Substanz, an der Mikroorganismen und Schmutzpartikel haften. Beim Schwimmen wird dieses Gel zusammen mit den Parasiten abgewaschen.
Weniger bewegliche Wassertiere haben andere Reinigungsmethoden. Seeschlangen winden sich beispielsweise zu einem Knäuel zusammen, reiben sich und ihre Hautflächen aneinander und schütteln so hartnäckige Parasiten ab.
Leben auf dem Nadelkissen
Seeigel, diese Kugeln mit ihren vielen spitzigen Stacheln beherbergen eine Vielzahl von kleinen Lebewesen und bieten Schutz für mehrere Arten von Fischen. Unter den Seeigeln sind die wichtigsten Vergesellschaftungspartner die Diademseeigel. Sie haben besonders lange Stacheln.
Kardinalfische auf der anderen Seite bilden Verbände von 40-60 Tieren, die im flachen Wasser über kleinen Seeigelgruppen stehen. Bei Gefahr rücken sie enger zusammen, um schließlich zwischen den Stacheln Schutz zu suchen. Sie orientieren sich dabei so, dass ihre schwarzen Längsstreifen parallel zu den Stacheln gerichtet sind. Bewegt sich der Seeigel, so begleiten ihn die Kardinalfische. Während die Kardinalfische somit den Schutz der Seeigel geniessen, geben sie auch etwas zurück: Sie säubern den Seeigel, wenn dieser die Stacheln pyramidenförmig zusammenlegt.
Wenn der Leguan mit dem Finken tanzt.
Die Evolution hat Hygiene-Experten hervorgebracht, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Raffinierte Lösungen sind nicht nur bei HECTAS gefragt, wie unser Blick in den Arbeitsalltag gefiederter „Kollegen“ verrät:
Ermunternd hüpft der kleine Vogel vor dem massigen Landleguan umher. Die über einen Meter lange Echse versteht den Wink des winzigen Finken sofort: Sie stemmt sich hoch und legt ihren Bauch frei. Der Vogel – ein „Mittlerer Grundfink“ – beginnt sogleich, ihn ausgiebig nach Hautparasiten abzusuchen und diese zu genüsslich zu verspeisen.
Tierisch sauber.
Hygiene ist auch Tieren für Wohlbefinden und Gesundheit wichtig. Und die Symbiose funktioniert prächtig: Was dem einen Wellnesstag mit Unterbodenwäsche, ist dem anderen ein All-you-can-eat-Buffet.
So sind auch die Galápagosriesenschildkröten ein Joint Venture mit dem mobilen Reinigungsteam eingegangen. Mit lang gerecktem Hals straffen sie ihre Haut und animieren die emsigen Vögel so zum Großreinemachen. Umgekehrt bitten auch hungrige Vögel durch ein Kitzeln am Hals um die Reinigungspositur.
Evolution macht erfinderisch.
Weil auf den Galápagosinseln Futter rar ist, ist Raffinesse gefragt: Einige Darwinfinken betätigen sich in Putzkolonnen, andere manövrieren Futter mit Stöckchen aus Spalten und wieder andere, die Vampirfinken, picken größere Vögel an, um ihr Blut, zu trinken. Kein Wunder, dass die Fauna dieser Inseln Charles Darwin zur Evolutionstheorie inspirierte.
Nicht nur HECTAS kombiniert Reinigungs- mit Sicherheitsleistungen.
Eine ähnliche symbiotische Beziehung wie Leguan und Darwinfink verbindet den gefiederten Krokodilwächter mit seinem Namensgeber – zumindest, wenn man Quellen wie Aristoteles und Herodot glauben darf, das beschriebene Verhalten wurde aktuell nicht mehr dokumentiert:
Krokodile sperren ihr Maul „einladend“ weit auf, um sich von den unerschrockenen Vögeln das Gebiss von Nahrungsresten und Parasiten reinigen zu lassen.
Unbestritten ist, dass die schreckhaften Krokodilwächter die Reptilien beim leisesten Anzeichen durch aufgeregtes Hüpfen vor Gefahren warnen. Reagiert ein Krokodil nicht gleich, pickt der Wächtervogel solange an seinem Kopf, bis es flieht.
Mobil, flexibel und "kundenorientiert": Der fliegende Reinigungsdienst.
Kleine Reinigungshelfer, die ihre Wirtstiere vor nahenden Raubtieren warnen, haben auch große Wildtiere wie Kaffernbüffel und Giraffen:
Madenhacker begleiten ihre Herden auf Schritt und Tritt und durchforsten das Fell ihrer Symbiose-Freunde nach Ungeziefer, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. Neben Parasiten ernähren sich Madenhacker auch vom Blut offener Wunden und von Ohrenschmalz – nicht sonderlich appetitlich, aber doch konsequent kundenorientiert!
Wenn die Garnele mit der Grundel – Security-Outsourcing am Meeresgrund
Joint Venture am Meeresgrund: In dieser Ausgabe von „Tierische Kollegen“ profitieren Grundel und Garnele von Synergien aus kombinierten Kernkompetenzen. Bei diesem Best-Practice-Beispiel ist der „Kunde“ eine Garnelenart: der kleine Knallkrebs. Der fleißige, aber fast blinde Bauunternehmer kann sich glücklich schätzen, hat er doch stets einen eigenen „Personenschützer“ um sich. Bodyguard, Alarmanlage, Notrufzentrale und Blindenfisch in einem ist die etwas ängstliche, aber aufmerksame Wächtergrundel, mit der er sich seine Wohnung teilt. Am Grund eines tropischen Meeres, in einer in den Sand gegrabenen Wohnhöhle, hausen Knallkrebs und Wächtergrundel in perfekter Symbiose. Denn die Evolution hat sie zum eingespielten Team gemacht: Die bei Räubern beliebten Fische haben gute Augen, können aber keine Höhle bauen – gegen Logis in der Höhle bewacht sie ihren kurzsichtigen Vermieter mit Argusaugen.
Die Behausung im Souterrain hat die Garnele für das ungleiche Paar quasi mit links errichtet, baggert die Höhle wie ein Bulldozer fleißig weiter aus: Mit beiden Scheren schiebt der Baumeister den Sand vor sich her, türmt ihn um den Höhleneingang auf, trägt größere Brocken einzeln hinaus. Mit geeigneten Korallenblöckchen sichert er die Öffnung gegen Einsturz, um sie herum entsteht nach und nach eine kleine Anhöhe, die der wachsamen Grundel als Aussichtsplattform dient.
Baustellensicherung à la Wächtergrundel
Die Observation der Baustelle übernimmt die Grundel: Sie hält am Höhleneingang Ausschau nach Feinden und Gefahren. Während der Bauarbeiten legt ihr der Krebs in steter Tuchfühlung eine Antenne auf den Rücken, um sich so gesichert ein Stück weit aus der Höhle zu wagen. Ist Gefahr im Verzug, signalisiert die Wächtergrundel das mit schnellen Flossenbewegungen und gekrümmtem Schwanz – flieht sie kopfüber ins Eigenheim, eilt der Krebs hinterher und zieht sich ebenfalls fluchtartig in die Höhle zurück. Er wagt sich erst wieder heraus, wenn die Wächtergrundel mit ruhigen Bewegungen Entwarnung gibt.
Taucher berichten von einem amüsanten Schauspiel bei Krebsen, die in Paaren buddeln: Der Vorderste in der Warteschlange erkennt die Signale der Grundel, bremst vereinbarungsgemäß, doch der nachfolgende Krebs drängelt ungeduldig von hinten nach. Zum Entsetzen der wedelnden Grundel wird ihr Bauherr von seiner blinden Gattin in die Gefahrenzone geschoben. Und wird es der Grundel selbst zu heiß, schwimmt sie beim Rückzug in den Krebsbau ihren blinden Vermieter mitunter rigoros über den Haufen. Da loben wir uns doch die zertifizierten Prozesse der HECTAS Sicherheitsdienste …
Achtung oder es knallt!
In der Not unterstützt der Knallkrebs seine Sicherheitsexpertin: Von der Grundel gewarnt, kann er mit einer vergrößerten Schere einen kräftigen Wasserstrahl mit lautem Knall fast zwei Meter weit schießen. Notfall- und Eskalationspläne werden offensichtlich intensiv abgestimmt, denn ein Aquaristiker berichtet, dass das ungleiche Duo oft „Kopf-an-Kopf“ sitzt, „als seien beide in ein Gespräch vertieft“. Könnte glatt ein Beratungsgespräch nach HECTAS Art sein …












